Betrug im Dialogforum!

Über die Legitimation des Dialogforum Schiene Nord und die Zusammensetzung der Teilnehmer ist schon viel geschrieben worden. Heute bin ich über einen Umstand gestolpert, den man nur als BETRUG bezeichnen kann. Und dieser Umstand kann nur eine Konsequenz haben: Das Abschlussdokument ist für nichtig zu erklären und das Land Niedersachsen muss sich von seinem Inhalt distanzieren!

Betrug ist ein schwerer Vorwurf. Doch worum geht es bei meinem Vorwurf konkret? Dr. Randolf von Estorff hat sich mit „seiner“ Bürgerinitiative „BI Barnstedt BBN“ einen Platz im Dialogforum erschlichen, und im Dialogforum „mitgearbeitet“, abgestimmt und das Abschlussdokument unterschrieben. Die Abkürzung „BBN“ steht für „Bürgerbündnis Nordheide“ und war unter eben dieser Bezeichnung noch einmal im Dialogforum vertreten. Von Estorff wird auf der Internetseite dieses Bürgerbündnisses auch als Ansprechpartner für die Gemeinde Barnstedt aufgeführt. Das es sich hier um ein und dieselbe Bürgervereinigung handelt, ist unbestreitbar.

Das Abschlussdokument des Dialogforums haben dann auch sowohl Eberhard Leopold als auch Dr. Randolph von Estorff unterschrieben.

Dieser Betrug entlarvt auch das Vorgehen der Neubautrassen-Verhinderer sehr schön. Ein paar Männeken haben sich zu einer BI zusammengetan. Und das in unglaublicher Anzahl. So gab es massenhaft Mini-Bürgerinitiativen und die haben damit eine enorme Unterstützung in der Bevölkerung vorgegaukelt. Und sie haben natürlich auch alle einen Platz im Dialogforum bekommen.

Viel Lärm und nichts dahinter – Die Neubau-Verhinderer-BIs

Diese NIMBYs (Not In My Backyard – zu deutsch „Nicht in meinem Hinterhof“) haben eine riesige Blase aufgebauscht. Wenn man da die Luft rauslässt, bleibt praktisch nichts übrig.

Eines ist doch klar, die Ausbau-Freunde berufen sich auf den Naturschutz und wollen die „Zerschneidung der Landschaft“ verhindern. Der wahre Grund für Ihren Einsatz ist aber die Verhinderung einer Bahnstrecke auf Ihrem Hinterhof. Das sich die Bestandsstrecke vor der Haustür der Bestandsstrecken-Anwohner befindet, spielt für Sie keine Rolle.

Die geheuchelte Betroffenheit macht mich schon wütend. Und das Argument von der Zerschneidung der Landschaft durch eine Neubastrecke ist auch lächerlich. Zerschneiden Sie mal ein Blatt Papier. Dieser Schnitt steht symbolisch für die Autobahn A7. Und dann versuchen Sie mal, dieses Blatt an der gleichen Stelle noch einmal zu zerschneiden! Dieser zweite Schnitt steht für die Neubau-Bahnstrecke. Merken Sie es? Es passiert nichts!

Einen Gedanken möchte ich noch loswerden. Die NIMBYs haben sehr werbewirksam und voller Empörung Feuer und Kreuze dort aufgestellt, wo ihrer Vermutung nach die A7-Variante langführen könnte. Und das eine oder andere Mal habe ich so gedacht: „Da ist ja weit und breit NICHTS! Da würde es niemanden stören, wenn da eine neue Bahnstrecke langgeht.“

Diese Leute müssten mal sehen, wo die Bestandsstrecke langgeht! Wenn die Güterzüge bei uns langrattern, dann wackeln die Wände, klirren die Gläser im Schrank und ein Gespräch im Freien ist praktisch nicht möglich. Das ist Betroffenheit!

Karsten Boldt

15.01.2023