Der Märchenonkel ist unterwegs!

In der letzten Woche bot die Lüneburger Landeszeitung Dr. Peter Dörsam als Sprecher des Projektbeirates gleich zweimal ein Podium für seine unwahren Behauptungen. Am Donnerstag erschien der halbseitige Artikel „Beirat wirft Bahn Täuschung vor“. Am Sonnabend bekam er auf fast einer ganzen Seite noch einmal Platz für seine „merkwürdigen“ Ansichten von der Zukunft der Bahn im Dreieck Hamburg – Bremen – Hannover im Artikel „Alpha E auch eine Lösung für Lüneburg“.

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Betrug im Dialogforum!

Über die Legitimation des Dialogforum Schiene Nord und die Zusammensetzung der Teilnehmer ist schon viel geschrieben worden. Heute bin ich über einen Umstand gestolpert, den man nur als BETRUG bezeichnen kann. Und dieser Umstand kann nur eine Konsequenz haben: Das Abschlussdokument ist für nichtig zu erklären und das Land Niedersachsen muss sich von seinem Inhalt distanzieren!

Betrug ist ein schwerer Vorwurf. Doch worum geht es bei meinem Vorwurf konkret? Dr. Randolf von Estorff hat sich mit „seiner“ Bürgerinitiative „BI Barnstedt BBN“ einen Platz im Dialogforum erschlichen, und im Dialogforum „mitgearbeitet“, abgestimmt und das Abschlussdokument unterschrieben. Die Abkürzung „BBN“ steht für „Bürgerbündnis Nordheide“ und war unter eben dieser Bezeichnung noch einmal im Dialogforum vertreten. Von Estorff wird auf der Internetseite dieses Bürgerbündnisses auch als Ansprechpartner für die Gemeinde Barnstedt aufgeführt. Das es sich hier um ein und dieselbe Bürgervereinigung handelt, ist unbestreitbar.

Das Abschlussdokument des Dialogforums haben dann auch sowohl Eberhard Leopold als auch Dr. Randolph von Estorff unterschrieben.

Dieser Betrug entlarvt auch das Vorgehen der Neubautrassen-Verhinderer sehr schön. Ein paar Männeken haben sich zu einer BI zusammengetan. Und das in unglaublicher Anzahl. So gab es massenhaft Mini-Bürgerinitiativen und die haben damit eine enorme Unterstützung in der Bevölkerung vorgegaukelt. Und sie haben natürlich auch alle einen Platz im Dialogforum bekommen.

Viel Lärm und nichts dahinter – Die Neubau-Verhinderer-BIs

Diese NIMBYs (Not In My Backyard – zu deutsch „Nicht in meinem Hinterhof“) haben eine riesige Blase aufgebauscht. Wenn man da die Luft rauslässt, bleibt praktisch nichts übrig.

Eines ist doch klar, die Ausbau-Freunde berufen sich auf den Naturschutz und wollen die „Zerschneidung der Landschaft“ verhindern. Der wahre Grund für Ihren Einsatz ist aber die Verhinderung einer Bahnstrecke auf Ihrem Hinterhof. Das sich die Bestandsstrecke vor der Haustür der Bestandsstrecken-Anwohner befindet, spielt für Sie keine Rolle.

Die geheuchelte Betroffenheit macht mich schon wütend. Und das Argument von der Zerschneidung der Landschaft durch eine Neubastrecke ist auch lächerlich. Zerschneiden Sie mal ein Blatt Papier. Dieser Schnitt steht symbolisch für die Autobahn A7. Und dann versuchen Sie mal, dieses Blatt an der gleichen Stelle noch einmal zu zerschneiden! Dieser zweite Schnitt steht für die Neubau-Bahnstrecke. Merken Sie es? Es passiert nichts!

Einen Gedanken möchte ich noch loswerden. Die NIMBYs haben sehr werbewirksam und voller Empörung Feuer und Kreuze dort aufgestellt, wo ihrer Vermutung nach die A7-Variante langführen könnte. Und das eine oder andere Mal habe ich so gedacht: „Da ist ja weit und breit NICHTS! Da würde es niemanden stören, wenn da eine neue Bahnstrecke langgeht.“

Diese Leute müssten mal sehen, wo die Bestandsstrecke langgeht! Wenn die Güterzüge bei uns langrattern, dann wackeln die Wände, klirren die Gläser im Schrank und ein Gespräch im Freien ist praktisch nicht möglich. Das ist Betroffenheit!

Karsten Boldt

15.01.2023

DB Netz AG und Verkehrsministerium zocken um den Schwarzen Peter

Liebe AGADE21-Unterstützer,

die Bahn hat ihre Vorplanungen bezüglich der Kapazitätsausweitungen im Schienenverkehr zwischen Hamburg/Hannover und Bremen abgeschlossen. Als Ergebnis sollte eine sogenannte Vorzugsvariante ermittelt werden, die dann dem Bundesverkehrsministerium und im weiteren Verlauf den Bundestagsabgeordneten zur Abstimmung vorgelegt werden sollte.

Doch die Bahn konnte oder wollte sich nicht auf eine Vorzugsvariante festlegen (zumindest hat sie es nicht getan) sondern hat einfach den Vergleich der vier von ihr untersuchten Varianten dem Verkehrsministerium zugeschickt, ganz nach dem Motto “Sucht ihr euch mal eine Variante aus!”.

Wie der NDR am 05.01.2023 hier berichtet, hat das Verkehrsministerium den schwarzen Peter an die Bahn zurückgespielt: “Es sei die Aufgabe der DB Netz, eine wirtschaftliche Vorzugsvariante auszubilden…”

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Kakistokratie rund um Seevetal

Liebe AGADE21-Unterstützer,

nachdem die Bahn kundgetan hat, welche Varianten sie in einem Vergleich gegenüberstellt, um schließlich eine Vorzugsvariante festzulegen und diese dem Bundestag zur Entscheidung zu übergeben, überschlagen sich die Reaktionen – insbesondere in der Region Seevetal. Mit falschen Behauptungen – man könnte sie auch als Lügen bezeichnen – machen einige Personen Stimmung gegen den Neubau einer Bahnstrecke entlang der A7. Warum? Weil sie dagegen sind! Sachlich fundierte Argumente? Fehlanzeige!

Gustav Richard, dem ich an dieser Stelle herzlich danken möchte – hat ein sehr interessantes YouTube-Video veröffentlicht, in dem er die Geschehnisse einordnet. Sehr sehenswert – wie alle seine Videos zum Thema Alpha-E, die Ihr auch über den Menüpunkt „Gut zu wissen“ oder über diesen Link anschauen könnt.

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Statusbericht zum Zustand des bundesdeutschen Schienennetzes

Wer sich über den Zustand und auch Stand der Planungen um das Bundesverkehrsprojekt Alpha E + informieren möchte, sollte sich das Video in der Mediathek des NDR Fernsehens anschauen.

Dieser Beitrag in der Sendung Panorama 3 mit dem Titel „Deutsche Bahn – Schienennetz vor dem Kollaps“, wurde erstmals am 06. September 2022 ausgestrahlt. Der rund 13 minütige Beitrag ist auf den allgemeinen Zustand des bundesdeutschen Schienennetzes ausgerichtet und ist insofern insgesamt sehenswert. Wer sich jedoch nicht den ganzen Beitrag anschauen möchte, findet unter dem Video ein Inhaltsverzeichnis mit den entsprechenden Zeitangaben.

Interessante Inhalte mit Zeitangabe:

5:14 min Bestandsstrecke Hamburg – Hannover

6:00 min Y-Trasse und Bürgerproteste

6:45 min Aussagen zur Leistungsfähigkeit einer auf drei Gleise ausgebauten Bestandsstrecke durch Herrn Staatssekretär Michael Theurer, FDP, Deutsche Bahnbeauftragter im Bundesverkehrsministerium

7:15 min Erweiterung des ursprücnglichen Projektes „Alpha E“ auf das aktuelle „Alpha E +“

7:45 min Aussagen zur Erforderlichkeit zweier zusätzlicher Gleise zur Bestandsstrecke durch den ehemaligen Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG Herrn Ingulf Leuschel

8:44 min der aktuell niedersächsische Wirtschaftsminister Herr Dr. Althusmann zum „Alpha E +“ im Vorgriff auf die am 15.09.2022 stattgefundenen Informationsveranstaltung in der Celler Kongress Union

Newsletter August 2022

Sehr geehrte Vereinsmitglieder,

im laufenden Jahr 2022 haben Sie auffallend wenig über unsere Vereinstätigkeiten hören bzw. lesen können. Sehen Sie es uns bitte nach, dass dieser aktuelle Newsletter durch Ihren 2. Vorsitzenden verfasst wird. Auch unser 1. Vorsitzender, Michael Hansen, bedarf einmal der Entlastung.

Die Wirrungen rund um das Thema Corona haben uns zuletzt schon die Jahreshauptversammlung in diesem Jahr auf den 13.05.2022 verschieben lassen.

Machen wir uns nichts vor liebe Vereinsmitglieder, Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Die allgemeine politische Großwetterlage rund um den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und alle damit verbundenen Auswirkungen scheinen vieles an den Rand der täglichen und in unserem Falle längerfristigen politischen Diskussionen zu drängen.

Ein Umstand, der dazu führen kann, dass das allgemeine Interesse um die hiesigen Planungen des AlphaE+ weiter in der breiten Öffentlichkeit schwindet. Erst recht, wenn man sich die jahrelangen Planungs- und Prüfungszeiten vergegenwärtigt.

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Der Nonsens vom Konsens – Leserbrief in der LZ von Michael Hansen

Immer mehr Politiker, wie Herr Althusmann oder Herr Klingbeil, starten in den Wahlkampf und propagieren den Beschluss von Celle durchzusetzen, anstatt sich mit den Fakten zu beschäftigen. Dazu sollten sich die Herrschaften das Abschlussdokument mal in Gänze durchlesen. Dabei stellt man fest, dass die Verfasser mehrfach darauf hinweisen, dass eine Machbarkeit noch geprüft werden müsse. Diese Prüfung hat nun sehr transparent durch die Bahn stattgefunden, und es ist fachlich erwiesen, dass AlphaE nicht funktioniert. Zu teuer, nicht zukunftsfähig, keine ausreichenden Kapazitäten. Weiter muss man betrachten, wer denn mehrheitlich in diesem Forum vertreten war und er nun die Lasten tragen soll.

Dabei stellt man fest, dass überwiegend Personen aus Gebieten vertreten waren, die jetzt keinerlei Baumaßnahme zu erwarten hätten, und fast nur diese haben zugestimmt. Juristisch würde ich sagen, dort sei ein Vertrag zuungunsten Dritter geschlossen worden und somit rechtswidrig. Keine Variante belastet mehr Menschen als das AlphaE. Der angebliche Bürgerwille ist faktisch nicht umsetzbar und schuld soll jetzt die böse Bahn sein.

Es ist so, als hätte man in Celle rosa Einhörner, die fliegen können, bestellt, und nun wird die Bahn verteufelt, wenn diese sagt, dass es keine fliegenden rosa Einhörner gibt. Auch der von den Alpha-Freunden beauftragte Gutachter Dr. Vieregg wurde fachlich entlarvt, denn sein angeblich fliegendes rosa Einhorn war nur ein lahmes angemaltes Pony. Natürlich möchte kein Politiker im Wahlkampf etwas sagen, was die Leute nicht hören wollen, aber Fakt ist, dass in Nord-Süd-Richtung das AlphaE nicht funktioniert.

Wer also eine Verkehrswende möchte, wer mehr Lkw von der Straße auf die Schiene haben möchte, wer eine Verbesserung des Personenverkehrs auf der Schiene möchte, braucht in dem Alpha einen Teil Neubaustrecke. Diese kann nach dem Bündelungsgebot und zur Vermeidung weiterer Zerschneidung der Natur nur an der A7 entlangführen. AlphaE ist tot und muss optimiert werden – es lebe Alpha A7.

Michael Hansen, Deutsch Evern

Hartnäckiges ignorieren von Fakten ist keine Lösung!

Hartnäckiges ignorieren von Fakten ist keine Lösung! Alpha muss nochmal optimiert werden auf Alpha A7.
Die Alpha Freunde haben sich wieder einmal versammelt und fordern lautstark die Einhaltung des Abschlussdokumentes von Celle. Anscheinend haben die meisten von ihnen sich seit dem 5.11.2015 nicht mehr mit dem Thema beschäftigt oder verweigern hartnäckig die Annahme neuer Erkenntnisse.

1. Das was im Bundesverkehrswegeplan steht ist schon lange nicht mehr das Alpha aus dem DSN. Dort wollte man z.B. einfach ein drittes Gleis neben 2 vorhandene legen. Nun sind u.a. umfangreiche Optimierungen und zusätzliche 12 KM Überholgleise möglich (fahrplanbasierte Maßnahmen). Es wäre ein 5 Gleisiger Bahnhof in Bad Bevensen möglich!

2. Das, was die Gutachter schon 2015 angemahnt haben, dass der Ausbau der Strecke Lüneburg-Uelzen mit einem dritten Gleis nicht funktioniert und Ortsdurchfahrten zum Teil nicht möglich sind, wird jetzt durch aufwändige Untersuchungen und Berechnungen von Bahn und Gutachtern nochmal bestätigt.
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2. Sitzung zur Bewertung des 3 gleisigen Ausbaus Lüneburg – Uelzen

Sehr geehrte Vereinsmitglieder,

heute war die 2. Sitzung in Hannover zur Bewertung eines 3 gleisigen Ausbaus Lüneburg-Uelzen.

Wie schon bei der ersten Veranstaltung wurde viel über Zahlen und deren Auswirkung auf das Gesamtprojekt diskutiert. Je nachdem ob man dafür oder dagegen ist fanden entsprechend unterschiedliche Interpretationen dazu statt.

Interessant war der Vortrag von Dr. Schmiers, der den Bearbeitungsstand der umfänglichen Bewertung präsentierte.

Klar war schon bei der ersten Sitzung – Aussage der Bahn: „Einfach ein drittes Gleis, neben die Bestehenden, Funktioniert nicht“.

Nun geht man an die Planung und überlegt wie man „unter dem Oberbegriff der 3-Gleisigkeit“ (Zitat der Bahn) eine theoretisch)funktionierende Infrastruktur aufbauen kann. Wie das Aussieht können Sie in der Präsentation sehen.

 

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