Am 07. Mai 2024 fand unsere diesjährige Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus Deutsch Evern statt. Und dieses Jahr war es eine ganz besondere Jahreshauptversammlung. Nicht nur, dass sich unsere Vertreter im Landtag (Philipp Meyn, SPD) und im Bundestag (Jakob Blankenburg, SPD) die Zeit genommen haben.

Nein, es war auch emotional eine ganz besondere Jahreshauptversammlung. Denn unser Vereinsvorsitzender Michael Hansen, der seit fast 10 Jahren (und schon zuvor in der Bürgerinitiative Deutsch Evern 21) mit vollem Einsatz für unsere Sache gekämpft hat, nahm seinen Abschied aus dem Vereinsvorstand.

Michael betonte in seiner Abschiedsrede noch einmal, dass es ihm und dem Verein AGADE 21 nie darum ging, der Bahn Steine in den Weg zu legen: „Wir sind nicht gegen die Bahn, sondern für ein vernünftiges und zukunftsorientiertes Verkehrskonzept.“ Und hierfür kann es nur eine Lösung geben – eine Neubaustrecke entlang der A7. Die Fakten sind eindeutig auf unserer Seite. Und Michael hat es geschafft, dass diese Fakten gehört werden. Von der Bahn, vom Projektbeirat Alpha-E und vor allem von denjenigen, die darüber entscheiden, wie es mit der Bahn zwischen Hamburg und Hannover weitergeht.

Hierfür gilt Michael unser größter Dank.

Doch bevor sich unsere Widersacher zu früh freuen – der Verein Anwohner gegen den Ausbau DE 21 (AGADE21) wird jetzt nicht aufgelöst. Als neuer Vereinsvorsitzender wurde Klaus-Dieter Röschke gewählt, der bisher 2. Vereinsvorsitzender war. Und Klaus-Dieter brennt mindestens genauso für den Erfolg unseres Vereins. Uwe Gottschalk wurde als 2. Vereinsvorsitzender und Ulrike Walter als 3. Vereinsvorsitzende gewählt. Die Wahlen fielen übrigens alle (abgesehen von Stimmenthaltungen der zu wählenden Personen) einstimmig aus. Das zeigt, dass der neue Vereinsvorstand das volle Vertrauen seiner Mitglieder hat.

Auch die anwesenden Abgeordneten Philipp Meyn und Jakob Blankenburg (beide SPD) dankten Michael in ihren Reden für seine aufopferungs- und wirkungsvolle Vereinsarbeit. Auch sie sehen eine neue Bahnstrecke entlang der A7 als einzige Möglichkeit, um eine wirkliche Verkehrswende herbeizuführen. Es ist schön zu hören, dass unsere Ziele auch im Land- und Bundestag verfolgt werden. Wir wünschen den beiden hierbei viel Erfolg. Doch beide Abgeordnete schworen den neuen Vereinsvorstand darauf ein, dass es in naher Zukunft keine Entscheidung geben wird. „Für die Umsetzung ihrer Ziele brauchen Sie einen langen Atem“, betonten beide.

Der Idee, dass zunächst die Generalsanierung der bestehenden Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover abgewartet und dann darüber nachgedacht werden soll, wie es weitergeht, erteilten beide eine Absage. Das im Zuge der Generalsanierung mal eben gleich ein drittes Gleis gelegt wird, hielten sie eher für einen Witz.